Berlin
Berlin, Dein Gesicht hat Sommersprossen….
mit diesen Worten begann ein Lied der weltbekannten Sängerin Hildegard Knef, eine Hommage an die von ihr geliebte Stadt an der Spree. Und wenn man Berlin kennt oder erst einmal die berühmte „Berliner Luft“ geschnuppert hat, wird einem schnell klar, was sie damit gemeint hat. Berlin ist nicht irgendeine Stadt in Deutschland,
Berlin ist etwas Besonderes.
Diese Stadt Berlin, von vielen auch liebevoll „Spree-Athen“ genannt, oft besungen, mit ihren etwa 2.000 Brücken, mit ihren wunderschönen Parkanlagen wie dem Tiergarten, dem Treptower Park oder dem Botanischen Garten, dem Zoologische Garten im Westteil und dem Tierpark Friedrichshain im Ostteil, gilt nicht umsonst als eine der grünsten Städte überhaupt. Dafür mit verantwortlich ist unter anderem neben dem Spandauer und dem Tegeler Stadtforst der tief in das Stadtgebiet hinein ragende Grunewald, ein Waldgebiet, das sowohl grüne Lunge und Naherholungsgebiet für die Einwohner von Berlin als auch Refugium für viele Wildtiere wie Reh und Fuchs, Wildschwein und Marder, Igel und Eichelhäher und viele weitere ist. In schlechten Zeiten, so zum Beispiel nach dem zweiten Weltkrieg oder in der Zeit der Blockade Berlins durch die Sowjets in den Jahren 1948 und 1949, war der Grunewald auch Lieferant von Holz als Heizmaterial für viele Berliner.
Berlin ist alt,
immerhin stammen die ersten Nachweise über Berlin aus dem 13. Jahrhundert, viele altehrwürdige Bauwerke und Anlagen in Berlin zeugen davon, und
Berlin ist jung, ewig jung.
Ständig gibt es Veränderungen in dieser quirligen, lebendigen Metropole in der Mitte Europas. Oft in der Geschichte war Berlin Hauptstadt Deutscher Staaten, von Markgrafschaft und vom Kurfürstentum Brandenburg über Preußen und das Deutsche Reich bis zum nach langer und leidvoller Teilung 1990 wiedervereinten Deutschland, nunmehr als Bundesrepublik. Und diese unsinnige Teilung ging wie eine schmerzliche Wunde als von den Machthabern der DDR errichtete Mauer für 28 Jahre mitten durch Berlin, trennte Politik und Wirtschaft, Menschen und Familien. Sie erzeugte Leid und Frustration, Not und Elend und auch viele Opfer. Aber sie vermochte eines nicht: den Lebensmut und den Humor der Berlinerinnen und Berliner zu zerstören. Nach der Wiedervereinigung begann eine neue und spannende Epoche des „Wieder Zusammenwachsens“ und des „Sich neu Kennenlernens“ in Berlin, ein Verschmelzen der während der Teilung auseinanderentwickelten Lebenspraktiken zwischen Ost- und West-Berlin und es entstand wieder einmal, wie schon so oft in der langen Geschichte der Stadt, ein neues, ein junges Berlin mit einem veränderten doch nach wie vor sehr interessanten Profil.Berlin, der Schmelztiegel von Weltanschauungen und Religionen.
Aufgrund der zentralen Lage in Europa und wegen der breit gefächerten Angebote und Möglichkeiten hat es schon immer viele Zuwanderer nach Berlin gegeben, wodurch eine für den Ruf Berlins mitverantwortliche, multikulturelle Mischung der Bevölkerung mit einer charakteristischen Berliner Mundart entstanden ist, die zu Recht die Beschreibung „Herz mit Schnauze“ verdient, auf die der „waschechte Berliner“ auch ein wenig stolz ist.
Berlin, die Kulturmetropole.
Ein besonderes Charakteristikum Berlins ist die Beziehung der Bevölkerung zur Kultur. Neben drei großen Opernhäusern und vielen bekannten Theatern verfügt die Stadt über zahllose Chöre und etliche berühmte Orchester wie die Berliner Philharmoniker oder die Staatskapelle Berlin. Mit den Internationalen Filmfestspielen (der Berlinale) und vielen weiteren Festivals zieht Berlin die internationale Kulturszene an wie ein Magnet und genießt so den Ruf einer Europäischen Kulturmetropole.